Sicherheit beim Grillen

Sommerzeit ist Grillzeit. Ob im heimischen Garten oder im öffentlichen Park, schon von Weitem steigt einem der Geruch von Würstchen und Steaks in die Nase. Doch der Grillspaß bringt auch Gefahren mit sich. Die Flammen erreichen Temperaturen von knapp 800 C°. Ein Fehler beim Anzünden kann fatale Folgen haben. So passieren in Deutschland knapp 4.500 Unfälle jährlich. Verbrennungen sind keine Seltenheit. Im schlimmsten Fall kann es sogar zum tödlichen Unfall kommen.

Unfallursachen
Die Hälfte aller Unfälle passiert beim An- und Nachzünden durch die Verwendung von Spiritus oder Benzin. Es entwickelt sich in Sekundenschnelle ein gefährliches Luft-Gas-Gemisch. Die Folge ist eine bis zu 1.000 C° und 10 m hohe Stichflamme im Umkreis von 3 m. 2 weitere Gefahrenquellen sind ein falsch aufgestellter Grill oder ein nicht ausreichender Abstand zu leicht brennbaren Materialien. Plötzlicher Funkenflug durch Wind oder künstliche Luftzufuhr sowie herumspielende Kinder sind weitere Ursachen.

Erste Hilfe Maßnahmen
Sollte was passieren, sofort erste Hilfe Maßnahmen einleiten. Bei kleineren Verbrennungen ohne Blasenbildung die betroffene Stelle 10 bis 15 Minuten unter kaltes Wasser halten. Das Wasser darf aber nicht kälter als 15 C° sein. Anschließend die Wunde steril verschließen und den Arzt anrufen.
Bei schwereren Verbrennungen sofort den Notarzt unter 112 rufen. Hat eine Person gar Feuer gefangen, die Flammen mit einer Decke löschen oder den Betroffenen auf dem Boden wälzen. Verbrannte Kleidungsstücke entfernen, solange diese nicht mit der Haut verklebt sind. Anschließend beim Verletzten bleiben und aufpassen, dass er nicht in einen Schock fällt. Mit Decken oder Kleidungsstücken warm halten.

Tipps für den sicheren Ungang
Jedes Jahr wird in Deutschland zwischen 70-90 Millionen mal der Grill angeheizt. Wenn einige Hinweise beherzigt werden, kann die Grillparty auch unfallfrei ablaufen.

Vor dem Grillen
Wer sich einen neuen Grill kaufen möchte, sollte unbedingt auf das Gütesiegel achten. Bei DIN EN 1860-1 oder DIN 66077 ist die Sicherheit und hohe Qualität des Produktes gewährleistet. Der Grill sollte keine Ecken und Kanten haben sowie aus gratfreiem Material bestehen. Vor dem Anzünden den Grill auf Stabilität und Zusammenbau nochmals überprüfen und nicht in der Nähe von leicht brennbaren Materialien wie Sonnenschirmen, Wimpeln, Lampen oder Girlanden aufstellen. Ein ausreichender Sicherheitsabstand, im Optimalfall 5 m, muss eingehalten werden. Immer einen feuerfesten Untergrund auswählen. Zum Grillen ungeeignet sind geschlossenen Innenräumen wie Garagen da hier die Gefahr einer Kohlenmonoxidvergiftung droht.

Anzünden und Grillen
Das Anzünden des Grills ist eine Wissenschaft für sich. Einige schwören auf Holzkohle, andere auf Briketts und manche nutzen Holzblocks. Doch in einem Punkt sollten sich alle Grillfans einig sein: beim Kauf des Brennstoffes immer auf das Prüfzeichen DIN EN 1860-2 oder DIN 51749 achten. Die größte Gefahr geht aber von sogenannten Anzündhilfen aus. Spiritus, Benzin, Lampenöl oder Petroleum sind ein absolutes NO GO. Ebenfalls völlig ungeeignet sind Papier, Kunststoff und Tannenzapfen. Stattdessen zertifizierte Anzündhilfen wie festes Paraffin, Paraffingel oder Elektroanzünder nutzen. Diese sind mit der Markierung DIN EN 1860-3 versehen und können weder verpuffen noch explodieren.

Zum eigenen Schutz keine Kleidung aus Synthetik-Fasern, sondern nur schwer entzündliche Stücke tragen. Eine Grillschürze schützt vor Fettspritzern und Grill- oder Hitzehandschuhe vor der Hitze. Des Weiteren den Grill die gesamte Zeit niemals unbeaufsichtigt lassen. Für den Notfall immer ein Löschmittel griffbereit halten. Dazu eignen sich ein Feuerlöscher oder Sand.

Ablöschen
Nach dem Grillen die Kohle immer vollständig abkühlen lassen. Wer auf Nummer sicher gehen will, füllt die Kohle in einen Blecheimer. Wer nicht die Geduld aufbringen möchte, nutzt am besten Sand zum Ablöschen. Kein Wasser gebrauchen oder die Glut auf den Rasen legen oder Mülleimer werfen.

Weitere Informationen gibt es bei der örtlichen Feuerwehr!

Tipps zum Grillen mit Kindern
Auch Kinder sollten den sicheren Umgang mit dem Grill frühzeitig kennen lernen. Durch ihre Größe sind Kinder mehr als Erwachsene gefährdet besonders in den Bereichen Gesicht, Hals und Brust. Da ihre Haut noch dünner ist, sind die Verbrennungen zumeist tiefer und schlimmer. Außerdem leiden Kinder ein Leben
lang unter den Folgen einer Brandverletzung. Deshalb frühzeitig auf die Gefahren beim Grillen hinweisen. Am besten eignet sich dazu ein Besuch bei der örtlichen Feuerwehr. Den Grill zu einer spielfreien Zone erklären. Auf gar keinen Fall sollten Kinder den Grill selber anzünden oder unbeaufsichtigt bedienen.

Wo ist Grillen Erlaubt?
Grundsätzlich ist das Grillen auf dem eigenen Grundstück erlaubt. Allerdings muss auf die Nachbarn Rücksicht genommen werden sprich es darf keine übermäßige Rauchentwicklung auftreten. Alufolien und Grillschalen reduzieren die Qualmentwicklung. Es empfiehlt sich, eine Grillparty bei seinen Nachbarn anzukündigen und ab 22:00 Uhr den Lärmpegel zu reduzieren.
Wer in einem Mietshaus wohnt, kann grundsätzlich auf dem Balkon oder der Terrasse grillen. Allerdings müssen Grillfreunde 2 Ausnahmen beachten. Zum einem kann per Mietvertrag das Grillen auf dem Balkon verboten sein. Zum anderem darf keine zu starke Rauchentwicklung auftreten. Die Nachbarn dürfen sich nicht durch den Qualm belästigt fühlen. Am besten eignet sich ein Elektrogrill.
Das Grillen auf öffentlichem Gelände ist in ausgeschilderten Bereichen möglich. Auch hier gilt das Prinzip der Rücksichtnahme. Wer dagegen verstößt, dem droht ein empfindliches Bußgeld von bis zu 5.000€.
Wer Lust hat, kann auch gerne im Wald grillen. Genutzt werden müssen die von der Forstbehörde eingerichteten Feuerstellen und das Grillen muss 1 Tag vorher angemeldet werden. Bei Waldbrandstufen 3 – 4 gilt ein absolutes Grillverbot.

Freiwillige Feuerwehr Riestedt
Schulstraße 53a
06526 Sangerhausen

kontakt@feuerwehr-riestedt.com

Notruf: 112
Tel.: 03464/579340

Riestedt, ein Ortsteil der Stadt Sangerhausen, liegt im Südwesten von Sachsen-Anhalt, 
im Landkreis Mansfeld-Südharz. Mit seinen 1333 Einwohnern und
einer Fläche von 1.419,5 ha ist Riestedt mit einer der größten Ortsteile der Stadt.
Angrenzend an dem Ort verläuft die Bundesstraße B 86 sowie die Bahnstrecke
Halle-Kassel. Neben einem Bahnhof an dieser Bahnstrecke, findet man in Riestedt
einen Kindergarten, eine Freie Grundschule, eine Minigolfanlage und vieles mehr.
Durch seinem ländlichen Flair, mit vielen Kleinbauern und einer Agrargesellschaft, durch die kleineren und mittelständigen Betriebe sowie durch das Vereinsleben
ist Riestedt sehr geprägt und somit ein beliebter Wohnort für Groß und Klein.

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